Gut vorbereitet für den chinesischen Markt

Teilnehmer des Kick-Offs Roadmap to China - der Weg zu einem neuen Absatzmarkt
Teilnehmer des Kick-Offs Roadmap to China - der Weg zu einem neuen Absatzmarkt

24.11.2017

Am 22. November fand der Kick-off für die „Roadmap to China“ statt. Das vom Lebensmittel-Cluster mit dem Export Center OÖ und AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA geplante Projekt zielt darauf ab, Unternehmen auf den Einstieg in den chinesischen Markt vorzubereiten. Themen wie die chinesische Kultur, finanzielle und rechtliche Angelegenheiten, Vertriebsmöglichkeiten sowie Exportförderungen stehen dabei im Vordergrund.

Beim Kick-off erhielten die Teilnehmer/innen nicht nur einen Überblick über das Programm, sondern auch bereits einige Einblicke in den chinesischen Markt.

Dietmar Schwank (Regionalmanager Fernost/Ozeanien, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA) ging in seinem Vortrag unter anderem auf die Besonderheiten des chinesischen Markts ein – beispielsweise auf die größere Bedeutung des E-Commerce-Vertriebs. Über die speziellen Richtlinien für den Lebensmittelexport nach China informierte Irene Braunsteiner (Branchenmanagerin, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Food/Retail/Consumer Goods).

Abschließend erhielten die Teilnehmer/innen vom bereits am chinesischen Markt etablierten Unternehmen backaldrin International The Kornspitz Company GmbH wertvolle Tipps. Jan Djebbara und Jia Liu berichteten über ihre Erfahrungen und hoben dabei hervor, wie wichtig es sei, mit der chinesischen Kultur vertraut zu sein.

Sie haben Interesse an der „Roadmap to China“? Eine Teilnahme ist noch möglich. Für nähere Details wenden Sie sich bitte an Daniel Rogl.

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backaldrin International The Kornspitz Company GmbH


Startschuss für Erfahrungsaustauschrunden "Personalwirtschaft" und "Marketing & Vertrieb"

Erfahrungsaustauschrunde, Bild: Lebensmittel-Cluster
Erfahrungsaustauschrunde, Bild: Lebensmittel-Cluster

22.11.2017

Mitte Oktober fanden die Kick-off Veranstaltungen für die Erfahrungsaustauschgruppen (ERFA) „Personalwirtschaft“ sowie „Marketing & Vertrieb“ in der Lebensmittelbranche statt. Im kommenden Jahr werden sich die TeilnehmerInnen bei vier bzw. fünf Treffen mit jenen Themen beschäftigen, die bei den Kick-off Terminen gemeinsam erarbeitet wurden.

Die Erfahrungsaustauschgruppe „Marketing & Vertrieb“ wird sich 2018 auf folgende Themen spezialisieren:

  • Storytelling- Best Practice Beispiele
  • Relevanz | Mehrwert-MARKEting mit Sinn | Consumer Insight
  • Kommunikation auf Verpackung | Nachhaltige Verpackung
  • Chancen & Risiken – Grenzen von Social Media im B2B-Bereich
  • Alternative Vertriebswege

 

Bei der Kick-off Veranstaltung der Erfahrungsaustauschgruppe „Personalwirtschaft“ beschlossen die TeilnehmerInnen die Bearbeitung folgender Themen im nächsten Jahr:

  • Gehalt | Social benefits | Bonussysteme
  • Digitalisierung | Neue Lernmethoden | e-Learning
  • Recruiting | Trends | Employer Branding (Best Practice, Lehrlinge, …) PE | Modelle | Nachfolgeplanung | Best Practice | Internationale PE | PE- in der Produktion
  • Grundstrukturen HR-Abteilung | HR-Business Partner
  • Internationalisierung | Compensation | Benefits | Expats-Rückkehr-Entwicklung

 

Die Termine zu den einzelnen Erfahrungsaustauschrunden finden Sie auf lebensmittel-cluster.at/veranstaltungen. Eine Teilnahme ist noch jederzeit möglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Melanie Pichler.


Lebensmittelmessen

Save the Date
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21.11.2017

Suchen und finden Sie hier die richtige Messe für Ihren Betrieb.

Unter den Begriff Lebensmittel- oder Nahrungsmittelmessen fallen eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Um Ihnen eine besser Übersicht zu geben, haben wir untenstehend die wichtigsten Messen in der Branche aufgelistet.

Nützen Sie bei den Messen die Gelegenheit, um neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen. Diskutieren Sie mit erfahrenen Experten über Trends und Entwicklungen.

 

 

 

 

 

MesseOrtDatumLC-Angebot
Swiss Expo LausanneLausanne/CH11. - 14. Januar 2018
ProdexpoMoskow/RU05. -09. Februar 2018
Biofach 2018Nürnberg/DE14. - 17. Februar 2018x
FoodexMakuhari/JP06. - 09. März 2018
IRAN Food & BevTec 2018Teheran/IR24. - 27. Juni 2018
iba - Die führende Weltmesse für Bäcker, Konditorei und SnacksMünchen/DE15. - 20. September 2018x
FHC ChinaShanghai/CN13. - 15. November 2018x
ife . the international food & drink eventLondon/GB17. - 20. März 2019
ANUGA 2019Köln/DE05. - 09. Oktober 2019x

Inline-Prozessüberwachung mit Spektroskopischen Messmethoden

Anwendungsbeispiel: Trockenmasse von Pommes Frites, Bild: iRED Infrarot Systeme GmbH
Anwendungsbeispiel: Trockenmasse von Pommes Frites, Bild: iRED Infrarot Systeme GmbH

17.11.2017

Die Herausforderung: Höchste Qualität bei der Lebensmittelverarbeitung

Bei Lebensmitteln erwartet der österreichische Verbraucher gleichbleibend höchste Qualität. Gerade bei der Herstellung von Produkten aus Obst, Gemüse, Fleisch, Getreide oder Milch ist es eine große Herausforderung immer die gleiche Produktqualität zu erzielen, da diese als Naturprodukte in Ihrer Zusammensetzung großen Schwankungen unterworfen sind. Ähnliches gilt für die Verarbeitung von pflanzlichen Fetten und Ölen, Essig, Kräutern, Pilzen, Gewürzen, Kaffee, Kakao und natürlichen Süßstoffen, aber auch für die Herstellung von Suppen, Bouillonpräparaten, Würzen, Saucen, Gelier- und Verdickungsmitteln sowie alkoholischen und antialkoholischen Getränken.

 

Die Abhilfe: Inline-Prozessüberwachung

Mit Hilfe einer Inline-Prozessüberwachung können zu jedem Zeitpunkt Informationen über entscheidende, qualitätsbeeinflussende Produktparameter erfasst werden. Diese Informationen ermöglichen es, Qualitätsschwankungen rasch zu erkennen, gegenzusteuern und Qualitätsparameter lückenlos einzuhalten. Je schneller die Reaktion auf Abweichungen im Produktionsverlauf, desto konstanter ist die Stabilität des Prozesses und damit die Qualität des Produkts. Dabei ist es von Vorteil, dass der Herstellungsvorgang in vielen Fällen mit den in Echtzeit gelieferten Qualitätsparametern vollautomatisiert geregelt und gesteuert werden kann. Eine lückenlose Inline-Prozesskontrolle ermöglicht erhöhte Produktionsausbeuten durch eine Reduktion der Ausschussmengen und der unerwünschten Nebenprodukte bei gleichzeitig reduziertem Energieaufwand. Das Potential zur Kostensenkung und zur Verringerung der Umweltbelastungen liegt somit auf der Hand.

Die konkrete Lösung: NIR-Spektroskopie

Die Nah-Infrarot(NIR)-Spektroskopie ist eine berührungslose und zerstörungsfreie Mess-methode, und wird bereits jetzt häufig in der Lebensmittelbranche eingesetzt. Dies erfolgt aber in vielen Fällen offline, d.h. Proben werden aus dem Produktstrom entnommen, aufbereitet und im betriebseigenen oder externen Labor untersucht. Das Ergebnis liegt dabei zeitverzögert vor und entspricht nur einer punktuellen Momentaufnahme. Eine rasche Reaktion auf Abweichungen in der Produktqualität ist damit nicht möglich.

Prozessspektroskopie

Prozessspektrometer sind hinsichtlich ihrer industriellen Einsatzfähigkeit, z.B. im Hinblick auf die Robustheit, Stabilität, die Messgeschwindigkeit, Genauigkeit und Störsicherheit optimiert. Die Systeme werden in die Fertigungsanlage integriert und ermöglichen dadurch eine direkte Messung der qualitätsbestimmenden Parameter direkt am Produkt oder an Vorstufen davon. Um das Maximum an Information aus den Messdaten herausholen zu können, wird eine umfangreiche Expertise im Bereich der multivariaten Datenanalyse inklusive Modellentwicklung benötigt. Erst dadurch ist eine vollautomatische Bewertung der Messdaten in Echtzeit möglich.

Projekte beginnen häufig mit einer Machbarkeitsuntersuchung, bei der anhand von Laboruntersuchungen gezeigt wird, ob der gesuchte Zielparameter tatsächlich mit einer spektroskopischen Methode erfasst werden kann. Abhängig von den spezifischen Anforderungen im Projekt wird für die Umsetzung Expertise im Bereich der Konstruktion von spezifischen Messoptiken, der Entwicklung angepasster Software-, Automatisierungs-, Kommunikations- und Visualisierungslösungen benötigt. Auch nach einer Installation des Messsystems in der Anlage ist es für den effizienten Betrieb wichtig auf ein umfassendes Wartungs- und Supportpaket für alle Hard- und Softwarekomponenten zurückgreifen zu können. Die folgenden Anwendungsbeispiele wurden von i-RED im Rahmen eines FFG – Projekts näher untersucht:

Anwendungsbeispiel 1: Trockenmasse von Pommes Frites

Sollen Pommes Frites später knusprig und gleichmäßig gebräunt sein, muss schon bei der Verarbeitung des Rohmaterials darauf geachtet werden, dass die Trockenmasse in gewissen Grenzen liegt. Zur Inline-Überwachung des Trockensubstanzgehalts wurde eine faser-gekoppelte, berührungslose Messoptik eingesetzt. Das obige Bild links zeigt das eingesetzte Messprinzip. Das Bild rechts zeigt ein Foto der Messoptik und des Lichtleiters, die in der Anlage über dem Produktstrom montiert sind.

Anwendungsbeispiel 2: Überwachung einer Rapsölmühle

Die Feuchtigkeit des Mahlguts in einer Rapsmühle ist ein bestimmender Parameter für die Fahrweise der Ölmühle. Zur Echtzeit-Überwachung der Feuchte wurde in den Produktstrom eine faseroptisch gekoppelte Messoptik integriert. Die Messoptik ist über den Lichtleiter mit einem i-RED Prozess-Spektrometer verbunden. Das Messsystem selbst befindet sich in einem abgesetzten Schaltschrank und ist in der obigen Abbildung nicht sichtbar.

Autor:

i-RED Infrarot Systeme GmbH
Hafenstraße 47-51
A-4020 Linz
Tel.: +43 732 9015 5616
Mobil: +43 664 9219212
Mail: office@i-red.at
Internet: www.i-red.at
Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Märzinger (Geschäftsführer)


Türkische Delegation informiert sich über die Vorteile eines Clusters in der Lebensmittelbranche

Neun Personen stehen nebeneinander und blicken in die Kamera.
Türkische Delegation zu Besuch bei Business Upper Austria und tech2b

20.10.2017

Mitte Oktober besuchten hochrangige Vertreter aus Gümüşhane in der türkischen Schwarzmeerregion den Lebensmittel-Cluster, um sich über die Funktionsweise und Vorteile eines Clusters in der Lebensmittelbranche zu informieren. Unter den Teilnehmern waren der Gouverneur der Provinz Gümüşhane, der Bürgermeister von Gümüshane sowie Mitglieder der östlichen Schwarzmeer-Entwicklungsagentur DOKA und der Vorstandsvorsitzende der Industrie- und Handelskammer Gümüşhane (GTSO). 

Neben der Geschichte und Entwicklung wurden der Delegation die Angebote und Dienstleistungen des Lebensmittel-Clusters vorgestellt. Dabei gingen die Vortragenden auch auf die wichtigsten Eckpunkte bei der Gründung eines Clusters sowie beim Betreiben eines Inkubators ein und gaben einen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten. Ebenfalls vorgestellt wurden Möglichkeiten zur firmen- oder clusterübergreifenden Kooperation. Denis Thomas Richter, CEO des Start-Ups Chia Birds, berichtete dabei über das im Zuge eines Cluster-Kooperationsprojekts entwickelte Getränk „Chia Birds“ und die Vorteile, Teil eines solchen Projekts zu sein. Als Abschluss stattete die Delegation dem Start-Up Inkubator tech2b noch einen Besuch ab.


Gastbeitrag: Österreichische Herkunft gesichert – Der analytische Nachweis

Isotopenfingerabruck; Bild: Imprint Analytics GmbH
Isotopenfingerabruck; Bild: Imprint Analytics GmbH

20.10.2017

Wichtig ist den österreichischen Konsumenten, dass die Produkte heimischer (80 Prozent) bzw. regionaler Herkunft (75 Prozent) sind (www.nachrichten.at). Aufgrund von Ernteausfälle in den letzten Jahren ist die Eigenversorgung mit vielen heimischen Produkten aber nicht mehr gegeben. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass am Markt vermehrt Produkte mit deklarierter Herkunft Österreich auftauchen, wo aber Österreich nicht „drinnen“ ist. Die Mehrheit solcher Betrugsfälle ist auf falsche bzw. gefälschte Dokumentation entlang der Lieferkette zurückzuführen. Mithilfe der Isotopenanalyse kann die Herkunft analytisch nachgewiesen werden und solche Betrugsfälle aufgedeckt werden. Zudem eignet sich die Methode auch hervorragend zur Rohstoff-Eingangskontrolle.

Was ist der Isotopen-Fingerabdruck?
Die Isotopenzusammensetzung eines Produktes/Materials variiert aufgrund verschiedener Effekte von Ort zu Ort. Diese natürliche Markierung bezeichnet man als den Isotopen-Fingerabdruck. Um diesen spezifische Isotopen-Fingerabdruck zu erfassen, werden die Isotopenverhältnisse der 5 Elemente Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel mittels Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie (IRMS) gemessen.

Wie funktioniert die Herkunftsüberprüfung?
Um die Herkunft eines Produktes zu bestimmen, wird die Kontrollprobe mit der spezifischen Signatur der authentischen Referenzprobe verglichen, welches die Herkunftskontrolle effizient und rasch ermöglicht. Somit ist eine Rückverfolgbarkeit des Produktes bis hin zum Feld möglich. Diese Methode bietet große Vorteile, wenn schnelle, kostengünstige und auch einmalige Überprüfungen gefragt sind.

Derselbe Durchführungsansatz findet auch bei der Überprüfung von Chargen seinen Einsatz. Durch Rückstellmuster können Produkte unabhängig von Dokumenten auf deren Authentizität überprüft und infolgedessen etwaige Ungereimtheiten bei Lieferungen aufgedeckt werden.

Autor:
Dr. Bernd Bodiseltisch
Geschäftsführer, Imprint Analytics GmbH
www.imprint-analytics.at 


Neue Beiratszusammensetzung

Der Beirat des Lebensmittel-Clusters
Der Beirat des Lebensmittel-Clusters

02.10.2017

Am 26. September fand bei Diamant Nahrungsmittel die 49. Beiratssitzung statt.

Die bereits vor der Eingliederung des Lebensmittel-Clusters in die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria amtierenden Beiräte wurden in ihren Funktionen bestätigt. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl verlieh in diesem Zusammenhang die offiziellen Urkunden.

Darüber hinaus wurden zwei neue Beiräte vorgestellt. Reinhard Honeder (Geschäftsführer Honeder Naturbackstube) und DI Wolfgang Siegel (Leiter der Abteilung Process Industries and Drives, Food & Beverage der Siemens AG Österreich) werden das Lenkungsgremium verstärken. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielen neuen Impulsen.

DI Dr. Thomas Eidenberger (Geschäftsführer BELAN Ziviltechnik) legte sein Beiratsmandat zurück. Wir bedanken uns recht herzlich bei ihm für die jahrelange Unterstützung im Lebensmittel-Cluster.


Innovative Pasteurisierung soll Flüssigei länger haltbar machen

Foto: Hörmann GmbH
Foto: Hörmann GmbH

27.09.2017

Österreichische Eierhändler sind mit dem Problem konfrontiert, dass nach Saisonspitzen sowie bei konsumbedingten Umsatzschwankungen die verbleibenden Eier entsorgt oder zu Niedrigstpreisen an große Industriebetriebe abgegeben werden müssen. Im Rahmen eines Cluster-Kooperationsprojektes soll eine automatisierte Produktionsanlage konstruiert und gefertigt werden, die mit Hilfe einer speziellen Pasteurisierungsform und nach industriellem Standard Bio-Flüssigei pasteurisiert und somit länger haltbar macht.

Das Flüssigei soll dabei nicht nur nach industriellem Standard haltbar gemacht werden, sondern diesen sogar übertreffen, indem keine chemischen Konservierungsstoffen zugesetzt werden. Durch diese technische Innovation entsteht eine Win-Win-Situation. Die verbleibenden Eier können im Betrieb verarbeitet und in weiterer Folge an regionale Bäckereien, Restaurants oder Kantinen vertrieben werden. Vorhandene Ressourcen werde so effizient genutzt. Mehrere Eierhändler in Österreich zeigen bereits Interesse an solchen Anlagen.


Membranfiltration von Salzlake in der Käseproduktion

27.09.2017

Eine Fallstudie bei der Gmundner Molkerei Gen

Vorteile der kontinuierlichen Membranfiltration von Käselake

  • Allgemeine Standzeitverlängerung der Käselake.
  • Qualitätssicherung der Produktionsmedien hinsichtlich Kontrolle und Reduzierung des Keimgehalts und sonstiger Störstoffe (ohne Chemie)
  • Kontrolle der Qualität des Käses
  • Optimierung der Effizienz des Salzlake-Gehalts durch Ausschleusung wirkungshemmender Inhaltsstoffe
  • Erhöhung der Salzaufnahme im Käse
  • Erhöhung der Käseproduktion
  • Reduktion der zu entsorgenden Reststoffmenge (und Entsorgungskosten) durch hohe Aufkonzentration der abgetrennte Störstoffe.

Chemische und mikrobiologische Effekte

Pantreon verwendet für die Filtration von Käselake PTFE Membranen mit einer Porengröße von 0.1 Mikron als Ergebnis von Filtrationstests an verschiedenen europäischen Standorten über einen Zeitraum von 8 Jahren. Das Ergebnis ist die 100% Abtrennung aller mikrobiologisch relevanten Inhaltsstoffe der Lake im Permeat. Dabei ist die Porengröße so gewählt, dass für jeweilige Käsequalitäten relevante Hefekulturen erhalten bleiben:

Coliforme 0 mg/l
Keime Hefe ca. 10%
Schimmelpilz 0 mg/l 

Betriebsart

Für den Langzeitbetrieb von ZELIX Filtrationsanlagen ist der kontinuierliche Betrieb gegenüber Stop and Go vorzuziehen. Um eine kontinuierliche Betriebsart zu erreichen wird die ZELIX Anlage bei der Käselake-Filtration im Bypass über einen Konzentrationstank gefahren, der auch als CIP-Behälter genutzt wird. Das Volumen des Filterbehälters der eingesetzten Type ZELIX 60-7 hat ca. 250 Liter, der Inhalt des Konzentrationstanks ist 1.750 Liter. Damit kann die Filtrationsdauer um das 7-fache im Sinne eines kontinuierlichen Betriebs verlängert werden.

 

Die ZELIX Membranfiltration wird bei der Gmundner Molkerei bis zu 10 Tage durchgehend betrieben (24h/Tag). Während dieser Zeit werden mehr als 50 m³ Käselake filtriert und als klares Permeat ohne Feststoffe und praktisch keimfrei in den Laketank zurückgeführt. Die Keimfracht wird im Konzentrationstank gesammelt. Und am Ende des Filtrationsprozesses wird der Tankinhalt von 1.750 Liter nochmals auf 550 Liter aufkonzentriert. Damit wird eine Aufkonzentrationsrate im Verhältnis von filtrierter Salzlake zu abgetrennten Störstoffen von bis zu 90:1 erreicht.

Die wesentlichen Vorteile von ZELIX im Vergleich zu anderen Filtrationssystemen für Käselake sind:

  • Nachhaltige Filtrationsleistung und hohe Aufkonzentration
  • Hohe Temperaturstabilität der Filtermodule (CIP bei 65°C)
  • Hohe chemische Stabilität der Filtermodule (CIP Reinigung mit konventionellen Reinigungs- und Sterilisationsmitteln.)
  • Hohe Flexibilität (Die ZELIX Anlage kann auf die doppelte Kapazität erweitert werden)
  • Niedrigere Investitions- und Betriebskosten (50%).
  • Geringer Betreuungs- und Reinigungsaufwand.

Allgemeine Information

ZELIX membrane system öffnet NEUE WEGE

in der Membrantechnik - für neue Anwendungen, für hohe Effizienz und Nachhaltigkeit der Filtration, auch bei hochviskosen Flüssigkeiten, hohen Konzentrationen und bei biologisch/chemisch sensiblen Inhaltsstoffen.

Ein neuer Approach für die Membranfiltration

Herkömmliche Membransysteme versuchen eine turbulente Querströmung auf Membranoberflächen durch nur EINE lineare Strömungsrichtung zu erreichen. Das erfordert hohen Energieaufwand und führt zu einer Abnahme der Intensität. (Bild 1, unten links) ZELIX membrane system mit einzigartigen, patentierten Filter-modulen auf rotierenden Ringen sorgt für hohe Scherkräfte, inten-sive und anhaltende Turbulenz auf der gesamten Membranober-fläche durch drei Strömungsrichtungen:

a) Rotationsströmung
b) Radialströmung nach außen
c) Radialströmung nach innen. (Bild 2)

ZELIX wurde unter Verwendung von CFDModellen (Computational Fluid Dynamics) entwickelt und erreicht eine extrem dynamischen Überströmung auf den gesamten Membranoberflächen.

 

Eigenschaften von ZELIX membrane system für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Herkömmliche Querstrom-Membransysteme haben in der Regel große Probleme mit viskosen Flüssigkeiten oder hohem Fett- und Proteingehalt. ZELIX membrane system bietet einzigartige Funktionen, die einen kontinuierlichen Betrieb gewährleisten.

Hochleistung: Durch die Segmentierung der Filterfläche in kleinere Module können die Drehzahlen und Drehrichtungen über die Rotorradien bei ZELIX angepasst werden. Das Prinzip des dynamic balance ermöglicht gleichmäßige Strömungsverhältnisse und hohe Leistung über die gesamte Filterfläche. Hoher Konzentrationsaustausch durch HELIX 4D: Die spezifische Neigung der Filterscheiben resultiert in eine konsekutive vertikale Tendenz von benachbarten Filtermodulen (Bild 3). Die Neigung der Filterscheiben zwingt die Strömung in vertikale Richtung, was intensiven Konzentrationsaustausch und hohe Leistung auch bei höher viskosen Flüssigkeiten und Konzentrationen bringt.

Niedriger Energieverbrauch:

ZELIX membrane system erreicht eine extrem dynamische Strömung auf der gesamten Membran-Oberfläche durch seine einzigartige - Filtertechnik, Strömungstechnik, Rotationstechnik und Helix 4D Strömungskonzept. Aber die CFD-Kalkulation lässt bei ZELIX auch Turbulenz außerhalb des eigentlichen Filterbereichs reduzieren. Das vermeidet dort überflüssigen mechanischen Stress und Energieverbrauch und erhöht die Turbulenzdynamik auf den Filterflächen. Alle diese ZELIX-Innovationen führen zu reduzierten Energie-, Service- und Betriebskosten.

Robuste und widerstandsfähige Filtermodule:

Anwendungen in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie erfordern thermisch robuste und chemisch widerstandsfähige Konstruktions- und Materialeigenschaften. Die ZELIX-Filtertechnik und die trapezoide Konstruktion der Filterscheiben erhöhen die Leistung von Membranen, optimieren das hydrodynamische Design der Anlagen, reduzieren die mechanische Belastung und reduzieren den Energieverbrauch.

Diese Eigenschaften werden durch die Verwendung von mechanisch robustem PTFE und anderen Polymermembranen mit hoher chemischer Beständigkeit stark unterstützt.

Das beweisen auch andere Anwendungen im Lebensmittelbereich, wie die Abtrennung und Aufkonzentration von Inhaltsstoffen in Prozesströmen und Abwässern in der Mayonnaise oder Margarine-Produktion etc.

Herzlichen Dank an den verantwortlichen Projektleiter der Gmundner Molkerei, Herrn Alois Pesendorfer, für Kooperation und Beitrag zu optimalen Betriebsbedingungen der Anlage.

 

Dr. Andreas Lüer
Panteon GmbH

Kirchengasse 4
4810 Gmunden
T +43  (0)7612 20300
M +43  (0)676 778 7392
a.luer@pantreon.com

www.pantreon.com


Förderprogramm Digital Starter von WKOÖ und Land OÖ geht in die zweite Runde

Drei Männer und eine Frau (ganz Links) stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
V. l. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, David Schachreiter, Thomas Pürstinger und Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl. Foto: Atelier Mozart

22.08.2017

Um noch mehr Unternehmen für den digitalen Wandel zu begeistern, haben das Land OÖ und die WKO Oberösterreich im Frühjahr das Förderprogramm „Digital Starter“ ins Leben gerufen. Dieses Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (aktive WKOÖ-Mitglieder) mit dem Ziel, den Einstieg in die betriebliche Digitalisierung zu erleichtern. Damit soll ein maßgeblicher Beitrag dazu geleistet werden, die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Klein- und Mittelbetriebe zu sichern und weiter zu erhöhen.

„Mit dem Programm Digital Starter wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, mit Hilfe von spezialisierten Unternehmensberatern die Chancen zu erkennen, die sich durch der Digitalisierung bieten. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, neue Lösungen als auch Geschäftsmodelle im eigenen Unternehmen umzusetzen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, dass Technologien, die bevorzugt in Oberösterreich entwickelt werden oder in Betrieb sind, zur Anwendung kommen.

Die Förderung der Unternehmen besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss. Förderbar sind die Kosten der Beratungsleistungen. Bis zu 50 Prozent bzw. 3.000 Euro werden auch materielle Investitionen und mit dem Projekt in Verbindung stehende ergänzende Dienstleistungen gefördert. In Summe sind Projektkosten zwischen 6.000 und 12.000 Euro mit 50 Prozent förderbar. Die maximale Förderung beträgt somit 6.000 Euro. Basis der Förderentscheidung sind Neuheit, Marktbedarf, Wettbewerbsvorteil, Anspruch und Nachvollziehbarkeit der gesetzten Ziele.

„Bei der ersten Ausschreibung im Frühjahr haben über 90 Einreichungen unsere Erwartungen bereits bei weitem übertroffen. Unter den für eine Förderung ausgewählten Firmen befinden sich die Franz Schachreiter Treppenmanufaktur in Ottnang und die SP-Verpackungen GmbH in Nußbach. Sollte bei der zweiten Runde, die im September startet, das Interesse noch größer sein und entsprechend innovative Projekte eingereicht werden, gibt es von unserer Seite die Überlegung, das zur Verfügung stehende Fördervolumen von 60.000 Euro zu erhöhen,“ betont WKOÖ-Präsidentin Hummer.

Einreichungen für die Herbstausschreibung des Digital-Starter-Programms, die vom 1. September bis 15. Oktober laufen wird, sind an das Innovationsservice der WKO Oberösterreich zu richten.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage der WKOÖ.


Oberösterreich und Niederösterreich arbeiten bei der Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln enger zusammen

Drei Männer und eine Frau (zweite von links) stehen nebeneinander und halten ein Schild in die Kamera.
V.l.: Werner Pamminger (Geschäftsführer von Business Upper Austria), Niederösterreichs Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav, Oberösterreichs Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Foto: NLK/Reinberger

17.08.2017

Ein Leuchtturm der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Oberösterreich ist die seit 2005 bestehende Kooperation im Bereich der Cluster. Hier starteten Betriebe der Kunststoffindustrie mit ihrer bundesländerübergreifenden Kooperation, wenige Jahre später folgte der Mechatronik-Cluster. Nun rücken die beiden Bundesländer auch im Bereich der Lebensmittel-Wirtschaft noch enger zusammen, wie bei einem Arbeitsgespräch zwischen Oberösterreichs Wirtschaftsreferenten Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl und Niederösterreichs Wirtschafts-Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav und vereinbart wurde: „Wer Kooperation von der Wirtschaft einfordert, muss sie auch selbst beherzigen. Daher ist für uns vollkommen klar, die Kooperation endet nicht an unseren Landesgrenzen. Zum Nutzen der Betriebe im gemeinsamen Wirtschaftsraumes wollen wir die Zusammenarbeit weiter intensivieren.“

Aufgrund der ähnlichen Struktur der Lebensmittelbranchen eignet sich dieser Bereich besonders für eine engere Zusammenarbeit. Oberösterreich und Niederösterreich haben einen starken Schwerpunkt im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen am Lebensmittel-Sektor. Darüber hinaus gibt es einige Großbetriebe mit bekannten Marken sowie eine ähnliche Agrarstruktur.

Wie gewinnbringend eine bundesländerübergreifende Zusammenarbeit im Lebensmittelsektor sein kann, beweist das erste COMET-Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit (FFoQSI), das im März 2017 in Tulln eröffnet wurde. LH-Stv. Strugl: „Die Zusammensetzung der Konsortialpartner und vor allem auch die Beteiligung von Unternehmen zeigt eindrucksvoll, dass in beiden Bundesländern geballtes Know-how im Lebensmittelsektor vorhanden ist. Beide Bundesländer sind auf Unternehmensseite stark vertreten: zwölf der 32 Partnerunternehmen kommen aus Oberösterreich, aus Niederösterreich kommen sieben Betriebe, die restlichen verteilen sich auf Österreich und internationale Partner.“

Auch im Bereich der Qualifizierung ist eine bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zielführend, betont Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav nach dem Arbeitsgespräch und sie ergänzt: „Ostösterreich weist ausgezeichnete Ausbildungsmöglichkeiten im Lebensmittelsektor auf, dadurch gibt es bestens ausgebildetes Personal. Gleichzeitig sind die Unternehmen bemüht, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig weiterzubilden, dies zeigt auch das Interesse der Clusterpartner an kooperativen Qualifizierungsmaßnahmen.“

„Ein Ausbau der traditionell engen und guten Zusammenarbeit unserer beiden Bundesländer im Clusterbereich, die zu noch mehr Lebensmittelsicherheit führt, ist daher wichtig und sinnvoll. Es entsteht so eine Win-Win-Situation für Wirtschaft und Forschung ebenso, wie für die Konsumentinnen und Konsumenten in Niederösterreich und Oberösterreich“, sind sich ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki und Dl (FH) Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria, einig.

Ein weiteres Thema, das bei dem Arbeitsgespräch zwischen den beiden Wirtschaftsverantwortlichen stattfand, war die Digitalisierung. „Ab Jänner 2018 wird es bei ecoplus eine eigene Plattform für den Bereich Digitalisierung geben. Bei unserem Gespräch wurde vereinbart, dass diese neue Plattform Synergien zwischen den beiden Bundesländern ausloten soll“, informiert Bohuslav. Als Beispiel dafür nennt LH-Stv. Strugl die Aktivitäten im Bereich des 3-D-Drucks: „Hier sollten wir die bestehenden Angebote noch besser aufeinander abstimmen. Man braucht nicht das Rad jeweils in Oberösterreich und Niederösterreich neu erfinden.“ Weiters standen die Themen e-Mobilität und Autonomes Fahren sowie ein Erfahrungsaustausch über den Breitbandausbau in den beiden Ländern auf der Agenda des gemeinsamen Treffens.


Die Nanofiltration ein alternatives Trennverfahren für energieeffiziente Aufarbeitungsprozesse

10.08.2017

Die Nanofiltration (NF) hat sich in den letzten 30 Jahren in der Prozessindustrie als selektives und schonendes Verfahren zur Aufarbeitung von wasserlöslichen Produkten einen bedeutenden Platz eingenommen und zählt zu den jüngsten Trennverfahren innerhalb der Druck getriebenen Membranprozesse.

Einleitung

Die Nanofiltration (NF) hat sich in den letzten 30 Jahren in der Prozessindustrie als selektives und schonendes Verfahren zur Aufarbeitung von wasserlöslichen Produkten einen bedeutenden Platz eingenommen und zählt zu den jüngsten Trennverfahren innerhalb der Druck getriebenen Membranprozesse.

Trennverfahren mit NF-Membranen werden in der Verfahrenstechnik den thermischen Trennverfahren zugezählt und kommen hier alternativ zu den klassischen Trennverfahren, wie Extraktion, Verdampfung, Ionenaustausch und Sorptionsverfahren, zur Anwendung.

Die NF-Membrane ist in das Übergangsgebiet zwischen Umkehrosmose (RO)-Membranen und UF-Membranen einzuordnen. Verfahren mit Mikro- und Ultrafiltrationsmembranen (MF und UF) werden den mechanischen Stofftrennverfahren zugeordnet, sofern sie zur Trennung von feindispersen festen Phasen aus Flüssigphasen eingesetzt werden, und den thermischen Trennverfahren, sofern gelöste Makromoleküle aus Lösungen getrennt werden.

RO- und NF-Membranen sind nicht-poröse Membranen. Die NF-Membranen besitzen jedoch eine etwas weniger dichte Struktur wie sie vergleichsweise den RO-Membranen eigen ist.

Druck getriebene Trennverfahren, die zur Trennung von Komponenten aus ihren Lösungen Einsatz finden, weisen den Vorteil auf, dass die Stofftrennung ohne Phasenänderung geschieht und üblicherweise bei Umgebungstemperaturen angewendet werden, womit die Betriebstemperaturen wesentlich unterhalb der Siedetemperaturen der zu trennenden Systeme liegen und Denatu rierungen von temperaturempfindliche Wirkstoffe vermieden werden können.

Ein weiterer Vorteil ist in den Trenneigenschaften dieser Membranen gegeben, die durch ihre speziellen Permselektivitäten die Trennung gelöster Moleküle unter schiedlicher Molmasse bis hin zur Trennung unterschiedlicher Ionen ermöglichen. Einschränkungen bestehen ganz allgemein in den Anwendungen durch die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften der Membranwerkstoffe, wobei in den hier betrachteten Anwendungen zumeist nur die chemischen Eigenschaften hinsichtlich der verwendeten Lösemittel begrenzend sein können.

Neben diesen inhärenten Werkstoffeigenschaften ist jedoch der wesentliche Faktor für eine erfolgreiche Anwendung, sowie dieses generell bei allen Membrantrennverfahren der Fall ist, in der Regenerierbarkeit der im Trennprozess verschmutzten Membranoberflächen zu sehen.

NF-Membranen sind seit den späten 70er Jahren bekannt und in Verwendung. Die Bezeichnung als Nanofiltration für derartige Trennprozesse fand erst in den 80er Jahren über Produktbezeichnungen Verbreitung.

Die Trenneigenschaften von NF-Membranen kann grob mit einem molekularen Trennschnitt im Molmassenbereich von 100 bis 1000 kg/kmol charakterisiert werden.

Der Molekulare Trennschnitt beschreibt jedoch nur grob die Trenneigenschaften von NF-Membranen und besitzt daher nur untergeordnete Bedeutung.

Eine genauere Beschreibung der Trenneigenschaften bei NF-Membranen findet auf Basis von Rückhalteraten ein- und mehrwer tiger Ionen statt, die zudem an die jeweiligen Betriebsbedingungen wie Konzentration, Druck und Temperatur gekoppelt sind.

2. Aufgabenstellung der Nanofiltration

Ein großer Anteil der Membrananwendungen in der Lebensmittel- und Getränkemittelindustrie ist im Bereich der Milchverarbeitung. Käseherstellung und Molke-Verarbeitung und Verwertung zu finden ferner auch im Bereich von Obst-, Gemüse-, Fruchtsaftherstellung, sowie in der Bier- und Weinbehandlung und in der Stärke- und Zuckerindustrie zu finden.

Die Nanofiltration als hochselektives Trennverfahren im Bereich der Herstellung von Lebensmitteln bzw. von nutritiven und nicht-nutritiven Nahrungsmittelkomponenten und Zusatzstoffen für Lebensmittelprodukte ist sicherlich ein Gebiet, das sich für Einsätze in der Lebensmittelindustrie noch im Anfangsstadium der Verfahrensentwicklung befindet, in einigen Anwendungen aber auch bereits zur industriellen Praxis zu zählen ist.

Nanofiltrationsverfahren bieten sich auf dem Gebiete der Phytochemicals in steigendem Masse in der Herstellung neuer Zusatzstoffe oder auch für die Produktion neuartiger funktioneller Produkte der so genannten Nutraceuticals an.

Beispiele dazu wären Flavonoide, Carotenoide, Polyphenole u.a.m. Die Ausgangsprodukte sind hierbei in überwiegendem Maße natürliche und hoch komplexe Stoffe, deren Aufarbeitung, Isolierung, Reinigung und Formulierungen sich an Anforderungen zu orientieren haben, die wesentlich schwieriger auch messtechnisch zugängig sind, oder deren Kriterien sich aufgrund einer nur teilweisen Kenntnis oder noch besser einer LC UpDates 04/2016 - Seite 11 weitgehenden Unkenntnis der relevanten Wirkungsmechanismen nur auf Basis langfristiger empirischer Daten beschreiben lassen.

In Tab. 1 sind in einem allgemeinen Überblick mit einigen Beispielen die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten für NF-Membranen in den verschiedenen Sparten der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zusammengestellt.

Fruchtsaftklärung

Die Klärung und Entkeimung von Fruchtsäften ist das bereits klassische Einsatzgebiet für Mikrofiltration (MF) und Ultrafiltration (UF), womit sich die Haltbarkeit erhöhen und gleichzeitig die Produktqualität hinsichtlich der aromatischen Inhaltsstoffen erhalten lässt.

Die Entfärbung der Fruchtsäfte ist hingegen nur durch eine Nanofiltration zu erreichen, womit sich eine wesentlich bessere Qualität und eine höhere Entfärbung, als dies mit Fällungs-/Filtrationsverfahren der Fall ist, erreichen lässt.

So ist die Nanofiltration auch zur Entkeimung von kalten Dünnsäften bei gleichzeitiger Entfärbung und Blankfiltration das Verfahren der Wahl, wobei eine Vorbehandlung mittels Mi krofiltration bzw. ein tiefer Kolloidindex für einen zweckmäßigen Aufarbeitungsprozess erforderlich ist. Auch können mit dichten NF-Membranen Fruchtsäfte konzentriert werden. Speziell lässt sich diese Methode zur Reduzierung des osmotischen Druckes zwischen Retentat und Permeat anwenden, um höhere Konzentrationen bei geringeren Betriebsdrücke in Konzentrierungsprozessen zu ermöglichen.

Als Entfärbungsbeispiel sei hier aus Projektarbeiten des Instituts die NaClAbtrennung mittels NF-Membranen aus einem Betanin-Eluat gezeigt. Dieses Eluat wurde aus Saft von roten Rüben extrahiert und zur Abtrennung der Trübstoffe über eine Ultrafiltration und einen Ionenaustauscher vorbehandelt. Bei den in Tabelle 2 dargestellten Messdaten sind die Trennergebnisse von drei unterschiedlichen NF-Membrantypen (DK, GH, und GK von GE Osmonics-Desal) zusammengestellt. Vorerst fällt der sehr hohe ähnliche Rückhalt für Betanin bei allen 3 Membrantypen auf.

Die Salzrückhalteraten hingegen zeigen sich unterschiedlich, wobei für einen Trennprozess der GK-Typ aufgrund des kleinsten Salzrückhaltes und des höchsten Flusswertes für die Aufgabenstellung der Betanin-Reinigung und Konzentrierung die beste Wahl darstellt, sofern der Verlust an Betaninfarbstoff von ca. 2% über das abgetrennte Permeat akzeptabel erscheint.

In dieser Weise lassen sich auch andere Farbstoffe aus pflanzlichen Extrakten oder Säften, wie z. B. aus Holunder und roten Trauben die Anthocyane, oder auch die Isolierung von Karminfarbstoffen oder die Gewinnung von Carotinoiden mit dieser Trenntechnik sehr selektiv durchführen.

Molkeaufarbeitung und -Verarbeitung


Als Beispiel sei an dieser Stelle nur auf Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Nutzung von Molke hingewiesen, in denen die Nanofiltration für ein eher noch weniger bekanntes und genutztes Verfahren gilt, das aber speziell in diesen Produktbereichen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Milchsäurehaltige Molken lassen sich mit NF entsäuern und eine in wirtschaftlicher Hinsicht nicht zu übersehende Anwendung ist ebenso in der Vorkonzentrierung von bereits entsalzter Molke vor der Eindampfung zu sehen.

Damit können im Wesentlichen auf der einen Seite Betriebskosten reduziert und andererseits die Kapazität einer bestehenden Eindampfanlage erhöht werden.

In Abbildung 1 [W. Samhaber, Chem. Ing. Techn. 2005, 77, Nr. 5, pp. 583 – 588] sind schematisch verschiedene Wege der Molkeverarbeitung gezeigt, worin die NF 1 als Trennschritt mit einer etwas offeneren NF-Membrane zur weitgehenden Gewinnung von Lactose und hydrolisierten Proteinen konzeptionell eingesetzt ist, die NF 2 dann zur Trennung von Salzen und Lactose von den permeierten Molkehydrolisaten.

Die Aufarbeitung von enzymatisch hydrolysierter Molke bietet sich zur Gewinnung von speziellen Produktfraktionen einmal an, um verfügbare Molke zu verwerten und zum anderen, um wertvolle Produktkomponenten daraus zu gewinnen.

Bei der Hydrolyse werden physikalischchemische Eigenschaften wie Löslichkeit, biologische Verfügbarkeit, Viskosität, Oberflächenspannung und Emulgierverhalten verändert, indem die Molekülgrößen der natürlichen Proteinmischungen drastisch verkleinert werden.

Damit geht auch eine wesentliche Hydrophilisierung durch den Abbau von hydrophoben Strukturen und Schaffung von polaren Gruppen einher.

Bei der daran anschließenden Aufarbeitung dieser hydrolisierten Inhaltsstoffe sind niedermolekulare gelöste Stoffe und Aminosäuren neben der Isolierung der gesuchten funktionellen Peptide zu isolieren, wofür wiederum NF-Membranen sehr zweckmäßig eingesetzt werden können.

Die Gewinnung von Wachstumsfaktoren aus Kolostralmilch, ferner spezielle Molkebestandteile, wie Wachstumsfaktoren, ß-Lactoglobulin, Peptide, Aminosäuren und noch weitere sind mit NF-Membranen zu gewinnende Inhaltsstoffe, die in steigendem Maße auch in Ernährungsprodukte Einzug finden werden.

3. Schluss und Ausblick


Auch wenn die Nanofiltration in der Milchindustrie im Vergleich mit der Umkehrosmo se, Ultrafiltration und Mikrofiltration noch ein weniger genutztes Trennverfahren ist, werden NF-Membranen im Bereich der Isolierung von wertvollen Molkeproteinen in neuen Verfahren an Bedeutung gewinnen.

In der Herstellung von Phytochemicals und Nutraceuticals haben Membranverfahren in Aufarbeitungsprozessen zur Isolierung Reinigung und Konzentrierung bereits heute große Bedeutung, die zukünftig noch eine wesentlich größere Verbreitung finden wird, da mit diesen Verfahren eine Herstellung von Produkten bei Umgebungstemperaturen ohne Denaturierung möglich ist.

Ferner gehören die Aufarbeitungen von verbrauchten CIP-Medien in der Lebensmittelindustrie zu den bedeutenden Anwendungsgebieten, in denen NF-Membranen alternativ als energieeffiziente Verfahren eingesetzt werden können.

Das generelle Interesse an der Nanofiltration spiegelt sich in einer Vielzahl von Patentanwendungen wider, in denen diese Technik zum Schutz von neuartigen Produkten und Verfahren eingesetzt wird.

Zusammenfassend kann festgestellt wer den, dass die Nanofiltration bei der Trennung gelöster, thermisch empfindlicher niedermolekular organischer Stoffe ein sehr schonendes und selektives Trennverfahren bei vergleichbaren geringem Energieaufwand darstellt und damit ein hohes Potenzial in der Herstellung von hochwertigen Lebens- und Getränkemittel aufweist.


Türkische Delegation zu Besuch in oö. Betrieben

Türkische Delegation mit dem Lebensmittelcluster bei Fischerbrot
Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ

26.07.2017

3 Tage lang ist die türkische Delegation aus Anatolien zu Besuch in Oberösterreich und besichtigt erfolgreiche heimische Unternehmen wie Fischer Brot, Haberfellner Mühle oder die Linzer Markthalle. Der Aufenthalt soll einen neuer Anhaltspunkt geben, für den Aufbau eines eigenen Lebensmittel-Clusters in der Türkei. 

Know-how aus Oberösterreich für die türkische Lebensmittelwirtschaft: Drei Tage lang hat sich eine Delegation aus Anatolien bei unserem Lebensmittel-Cluster informiert, wie Innovation durch Kooperation funktioniert. Mit dem dabei gesammelten Wissen soll in den nächsten Jahren ein Lebensmittel-Cluster in der Türkei aufgebaut werden. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche bei den heimischen Vorzeigebetrieben Fischer Brot Linz, Brauerei Grieskirchen, Haberfellner Mühle GmbH - ebenfalls in Grieskirchen - und zuletzt noch bei der Markthalle Linz in der Altstadt. Am ersten und letzten Tag des Aufenthaltes gab es ein ausführliches Clustertraining. Der regelmäßige Austausch und Kontakt zwischen den beiden Lebensmittel-Clustern wird Aufrecht erhalten.


Agrar-Fachhochschule in Oberösterreich

Dr. Gerald Reisinger (GF FH OÖ), LH Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger. Foto: Land OÖ/Stinglmayr
Dr. Gerald Reisinger (GF FH OÖ), LH Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger. Foto: Land OÖ/Stinglmayr

13.07.2017

Oberösterreich startet im Wintersemester 2018 mit einem agrarischen Studienangebot an der FH Wels. Damit soll die Positionierung Oberösterreichs als führender Agrar- und Lebensmittelindustriestandort weiter ausgebaut werden.

Oberösterreich startet im Wintersemester 2018 mit einem agrarischen Studienangebot an der FH Wels. Damit soll die Positionierung Oberösterreichs als führender Agrar- und Lebensmittelindustriestandort weiter ausgebaut werden.

Generell haben sich Fachhochschulen in den vergangenen Jahren mit ihrer praxisorientierten Ausbildung zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Nun gilt es dieses Erfolgsmodell auch in der agrarischen Bildung umzusetzen.

„Oberösterreich ist das agrarische Produktionsbundesland Nummer 1. Und wie in anderen Bereichen wird auch die landwirtschaftliche Produktion und Lebensmittelindustrie smarter und digitaler. Nun liegt es an uns, international konkurrenzfähig zu bleiben und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich mit zukunftsorientiertem, hochqualifiziertem Personal abzusichern“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Die Digitalisierung der Agrarbranche – unter dem Stichwort Landwirtschaft 4.0 – zielt dabei nicht auf eine bloße Ertragsoptimierung ab. Neben der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen stehen die Themen Tiergesundheit und Tierwohl sowie die Effizienz im Fokus der Diskussion über die Entwicklung der Branche. Im Zentrum der Ausbildung werden demnach Konzepte der integrierten Produktion und der nachhaltigen Intensivierung stehen, die die steigenden Qualitätsanforderungen an das Lebensmittel und seine Rahmenbedingungen in der Erzeugung abbilden.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage.


Neuartiger Kombi-Trockner zur Herstellung gesunder Trockengemüsesnacks

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Katrin Heinzelmann
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Katrin Heinzelmann

29.06.2017

Die Trocknung von Lebensmitteln, insbesondere von leicht verderblichem Obst und Gemüse, ist ein bewährtes Verfahren, um die Haltbarkeit deutlich zu verbessern.

Die Trocknung von Lebensmitteln, insbesondere von leicht verderblichem Obst und Gemüse, ist ein bewährtes Verfahren, um die Haltbarkeit deutlich zu verbessern.

Bei den heutzutage üblichen Trocknungsprozessen sind jedoch Qualitätseinbußen oftmals die Folge der gewählten Prozessparameter. Aufgrund der bei der Trocknung angewendeten hohen Temperaturen werden wertgebende Inhaltsstoffe (Vitamine, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe) weitgehend abgebaut.
Demzufolge ist eine schonende Trocknung bei niedrigen Temperaturen anzustreben, um die ernährungsphysiologische Wertigkeit der getrockneten Obst- und Gemüseprodukte zu erhalten. Für viele Gemüseprodukte ist vor dem Verzehr ein Blanchierprozess notwendig, um im Gemüse enthaltene lipophile Nährstoffe freizusetzen, bzw. um produkteigene Enzyme oder Mikroorganismen zu inaktivieren und somit einen Verderb zu verzögern. Das bedeutet für die Herstellung von getrockneten Gemüseprodukten, dass dem Trocknungsprozess dieser Blanchierprozess vorgeschaltet werden muss.

Am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL) wurde in Kooperation mit der Herbst Maschinenfabrik GmbH ein durch die AiF Projekt GmbH im Rahmen des Programms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ gefördertes Forschungsprojekt bearbeitet, in dessen Fokus Entwicklung, Konzeption und Fertigung eines neuartigen Kombi-Trockners zur schonenden Trocknung von Gemüse standen.

Mit Hilfe des neuentwickelten KombiTrockners können für die zu trocknenden Gemüseprodukte zwei Verarbeitungsschritte (Blanchieren, Trocknung) in einer Apparatur durchgeführt werden. Die wichtigste Komponente der neuen Apparatur ist ein spezieller Horizontalmischer (Trocknungsbehälter), der mit neu gestalteten Mischorganen ausgestattet ist.

Der untere Bereich des Behälters ist als Doppelmantel ausgeführt, sodass eine exakte Temperierung des zu verarbeitenden Gemüseproduktes gewährleistet wird.

Über im Bodenbereich angebrachte Düsen kann der zum Blanchieren notwendige Wasserdampf bzw. die zur Trocknung des Produktes benötigte Luft in den Trocknungsbehälter geleitet werden.

Während des Trocknungsprozesses wird die feuchte Luft durch eine Öffnung im oberen Teil des Trocknungsbehälters abgeführt. In Abbildung 1 wird ein 3D-CAD-Entwurf des neuartigen Kombi-Trockners dargestellt. Die speziell gestalteten Mischwerkzeuge des Kombi-Trockners sowie die im Bodenbereich angebrachten Düsen zum Einströmen von Wasserdampf bzw. Trocknungsluft sind in Abbildung 2 zu sehen.

Nach der Fertigstellung des neuartigen Kombi-Trockners wurden am DIL erste Versuche zur Herstellung von getrockneten Karotten durchgeführt, um geeignete Prozessparameter zu erarbeiten. Im Rahmen dieser Versuchsreihe wurden sowohl die Blanchierbedingungen als auch ausgewählte Trocknungsprozessparameter wie Behältermanteltemperatur, Trocknungszeit, Füllgrad des Trocknungsbehälters, Drehzahl des Mischorgans und Luftdurchsatz variiert. Die produzierten Trockenkarottenmuster wurden hinsichtlich ihrer Gehalte an gesundheitlich vorteilhaften Substanzen (β-Carotin, Polyphenole), ihrer sensorischen Eigenschaften (Geschmack, Geruch, Mundgefühl) und typischer chemisch-physikalischer Qualitätsparameter wie Wassergehalt, Festigkeit und Farbe charakterisiert.

Es zeigte sich, dass die Herstellung von schonend getrockneten Karotten mit vorgeschaltetem Blanchierprozess mittels dieser Anlage möglich ist. Beispielhaft werden in Abbildung 3 getrocknete Karottenscheiben, die mit Hilfe des neuartigen KombiTrockners produziert wurden, präsentiert.

Im Allgemeinen führte ein Blanchierprozess mit Wasser im Vergleich zum Blanchieren mit Dampf zu besseren Eigenschaften des getrockneten Produktes.
Dabei war insbesondere der Gehalt an gesundheitlich vorteilhaften Substanzen höher. Zusammenfassend ist festzustellen, dass mittels des neuartigen KombiTrockners Trockenkarotten hergestellt werden konnten, die im Vergleich zu handelsüblichen Produkten hohe Gehalte an wertgebenden Inhaltsstoffen (β-Carotin Polyphenole) aufwiesen. Die sensorischen Eigenschaften Geschmack, Geruch und Knackigkeit wurden ähnlich beurteilt, wie die entsprechenden Eigenschaften handelsüblicher getrockneter Karotten.

Die Farbe der hergestellten Muster war ansprechend und die Festigkeit war vergleichbar mit der Festigkeit handelsüblicher Trockenkarottenprodukte.

Der Trocknungsprozess konnte hier besonders nachhaltig und schonend gestaltet werden, da zur Trocknung eine Behältermanteltemperatur von 40°C ausreichte und auf eine Erwärmung der zugeführten Luft verzichtet werden konnte.

Mit dem Abschluss der hier vorgestellten Arbeiten steht nun für industrielle Anwendungen ein funktionstüchtiger Prototyp bereit, der durch die Herbst Maschinenfabrik GmbH individuell weiter angepasst werden kann.


Aktiv die oö. Lebensmittelbranche mitgestalten

Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ
Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ
Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ
Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ
Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ
Foto: World Café beim Leitbetriebe-Workshop. Foto: Lebensmittel-Cluster OÖ

20.06.2017

Am 19. Juni trafen sich Unternehmensvertreter/innen aus der oö. Lebensmittelwirtschaft bei Business Upper Austria zum Leitbetriebe-Workshop. In Form eines „World Cafés“ tauschten sich die Teilnehmer/innen untereinander aus und entwarfen neue Ideen für die oö. Lebensmittelbranche.

 

An vier Tischen wurde gleichzeitig diskutiert, wobei die Teilnehmer/innen nach einer vorgegeben Zeit zum nächsten Tisch wechselten.

Am 19. Juni trafen sich Unternehmensvertreter/innen aus der oö. Lebensmittelwirtschaft bei Business Upper Austria zum Leitbetriebe-Workshop. In Form eines „World Cafés“ tauschten sich die Teilnehmer/innen untereinander aus und entwarfen neue Ideen für die oö. Lebensmittelbranche. An vier Tischen wurde gleichzeitig diskutiert, wobei die Teilnehmer/innen nach einer vorgegeben Zeit zum nächsten Tisch wechselten.

 

Die Themen des World Cafés:

• Qualifizierung: Der „RICHTIGE“ Mitarbeiter am „RICHTIGEN“ Arbeitsplatz Gastgeber: Heinrich Mayr, WKO Oberösterreich

• Forschung & Entwicklung: Innovationskraft - Motor für inner- und außerbetriebliche Forschung Gastgeber: Otmar Höglinger, FH OÖ

• Internationalisierung: Global denken, regional handeln? Gastgeber: Roland Fischer, Fischer Brot | Beiratssprecher des oö. Lebensmittel-Clusters

• Qualitätsmanagement: Sicherheit vs. Kontrollzwang, das richtige Maß an Kontrolle Gastgeber: Ralf Velten, Diamant Nahrungsmittel

 

Im Fokus standen unter anderem die Fachkräftesicherung in der oö. Lebensmittelbranche sowie die Herausforderungen bei der Internationalisierung – beispielsweise sind je nach Zielland unterschiedliche Rezepturen für ein und dasselbe Produkt notwendig. Die Ergebnisse aus dem Workshop sind bereits ausgewertet und werden in die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der oö. Lebensmittelbranche eingearbeitet.


Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln

Autor: Dipl.-Ing. Dr. Thomas Eidenberger
Autor: Dipl.-Ing. Dr. Thomas Eidenberger

30.05.2017

Aus lebensmittelrechtlicher Sicht ist das Thema Haltbarkeit von Lebensmitteln sehr klar und einfach geregelt:
Das „Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels“ wird in der LMIV als „das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält“ definiert (Art. 2, (2), r). Nach dem LMSVG ist es verboten, Lebensmittel mit zur Täuschung geeigneten Angaben über die Haltbarkeit in Verkehr zu bringen (§ 5 (2) 1). Lebensmittel, die „nicht sicher“ (= gesundheitsschädlich oder für den menschlichen Verzehr ungeeignet) oder wertgemindert sind in Verkehr zu bringen (§ 5 (1) 1-2). Damit ist klar geregelt, dass der Hersteller/Vertreiber von Lebensmitteln verpflichtend ein MHD anzugeben hat, bis zu dem er gewährleistet, dass das Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält. Ein Verkauf von Lebensmitteln nach Ablauf des MHD ist möglich, wenn auf diesen Mangel deutlich hingewiesen wird.

Lebensmittelrechtlicher Überblick

Aus lebensmittelrechtlicher Sicht ist das Thema Haltbarkeit von Lebensmitteln sehr klar und einfach geregelt:
Das „Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels“ wird in der LMIV als „das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält“ definiert (Art. 2, (2), r).
Nach dem LMSVG ist es verboten, Lebensmittel mit zur Täuschung geeigneten Angaben über die Haltbarkeit in Verkehr zu bringen (§ 5 (2) 1). Lebensmittel, die „nicht sicher“ (= gesundheitsschädlich oder für den menschlichen Verzehr ungeeignet) oder wertgemindert sind in Verkehr zu bringen (§ 5 (1) 1-2).

Damit ist klar geregelt, dass der Hersteller/Vertreiber von Lebensmitteln verpflichtend ein MHD anzugeben hat, bis zu dem er gewährleistet, dass das Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält. Ein Verkauf von Lebensmitteln nach Ablauf des MHD ist möglich, wenn auf diesen Mangel deutlich hingewiesen wird.

Damit gilt der Konsument als informiert und entlässt den Hersteller/ Vertreiber aus der Gewährleistungspflicht. Bei sehr rasch verderblichen und besonders bei mikrobiologisch empfindlichen Lebensmitteln wird anstelle des MHD ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) angegeben. Nach dessen Ablauf gilt das Lebensmittel automatisch als „nicht sicher“.

Ausnahmen zur Verpflichtung der Angabe eines MHD betreffen z.B. loses Obst und Gemüse, Erdäpfel, alkoholische Getränke, Zucker und Essig (näheres siehe in Anhang X der LMIV).

Es ist zulässig und zu empfehlen, dass in der Nähe des MHD nähere Aufbewahrungsbedingungen gemeinsam mit einschränkenden Hinweisen (z.B. „un geöffnet mindestens haltbar“, „nach Erstöffnung sofort verbrauchen“, „Lagerung bei 4-8 °C“) gegeben werden. Üblicherweise legt der Hersteller/Vertreiber damit fest, unter welchen Bedingungen er für das MHD gewährleistet. Es muss darauf hingewiesen werden, dass solche Angaben weder widersprüchlich noch realitätsfremd sein dürfen (z.B. durchsichtige Plastikflasche mit dem Hinweis „vor Licht geschützt aufbewahren“ oder für ein ungekühltes Produkt die Angabe „bei 14-16 °C lagern“).

Es ist gängige Praxis behördlicher Beanstandungen, dass nicht nur die bestimmungsgemäße Aufbewahrung gemäß den Angaben am Etikett sondern auch die vorhersehbare Aufbewahrung eines Lebensmittels beurteilt wird.

Vorhersehbar sind die Bedingungen in einem Einzelhandelsgeschäft (Temperatur, Licht), vorhersehbar sind Transportbedingungen (Dauer, Temperatur) und letztlich vorhersehbar ist die übliche Aufbewahrung des Lebensmittels beim Konsumenten.

Spezifische Eigenschaften eines Lebensmittels

Die Schlüsselfrage aus lebensmittelrechtlicher Sicht sind die „spezifischen Eigenschaften“ eines Lebensmittels, die es bis zum MHD zu behalten hat.

Jedes Lebensmittel wird auf Basis von wertbestimmenden und wertmindernden Eigenschaften beurteilt.

Eine Übersicht dafür ist in Tabelle 1 dargestellt. Wie ersichtlich hängt die Beurteilung, ob ein Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften behalten hat, von der sensorischen, chemischen und mikrobiologischen Beurteilung ab. Wird ein Lebensmittel am Ende des MHD untersucht, dann müssen alle genannten Eigenschaften zur Beurteilung „frei von Mängeln“ führen, andernfalls wäre das Lebensmittel als wertgemindert, für den menschlichen Verzehr ungeeignet oder gesundheitsschädlich zu beurteilen und würde demnach nicht den gesetzlichen Verpflichtungen entsprechen.

Es obliegt dem Hersteller/Vertreiber das MHD so anzugeben, dass das Lebensmittel am Ende des MHD seine spezifischen Eigenschaften behalten hat und als „mängelfrei“ beurteilt wird.

Aus Gewährleistungsgründen müsste daher der Hersteller/Vertreiber ein kurzes MHD mit genau definierten Aufbewahrungsbedingungen wählen und möglichst alle freiwilligen Angaben unterlassen (wer keine Vitamine auslobt, muss diese am Ende des MHD nicht nachweisen!).

Dem gegenüber stehen die Anforderungen der Logistik, des Transports und des Lebensmittelhandels, die allesamt ein (un) möglichst langes MHD bei undefinierten Aufbewahrungsbedingungen erfordern, gleichzeitig aber dem Hersteller/Vertreiber nicht aus der Gewährleistung entlassen.

Dieses Dilemma kann bei bestehenden Produkten nicht durch willkürliche LC UpDates 04/2016 - Seite 08 Verlängerung des MHD gelöst werden, sondern nur durch lebensmitteltechnologische Maßnahmen, die das MHD unter den geforderten Aufbewahrungsbedingungen auch tatsächlich verlängern.

Bei Entwicklung von neuen Produkten kann das MHD in die Zielanforderungen für das Produkt aufgenommen werden, um dieses Dilemma von Beginn an zu vermeiden. Neben den gesetzlichen Anforderungen muss dabei auch berücksichtigt werden, dass auch ein als „mängelfrei“ beurteiltes Produkt von Konsumenten subjektiv als „mangelhaft“ beurteilt werden kann und damit von ei nem Wiederkauf Abstand genommen wird. Ein klares Fruchtsaftgetränk, in dem innerhalb des MHD Trübungen auftreten, ist gesetzlich möglicherweise „mängelfrei“, für den Konsumenten aber „mangelhaft“. Gleiches könnte für eine Semmel gelten, die zäh und unregelmäßig geformt ist oder für eine Senftube, die deutlich verformt im Regal steht.

Das MHD kann für ein Produkt nicht ohne entsprechende Prüfungen festgelegt werden. Es ist behördliche Praxis die Frage nach der Basis für die Entscheidung eines MHDs zu stellen und die entsprechenden Unterlagen einzusehen.

Lebensmitteltechnologische Sicht auf das MHD

  • Aus lebensmitteltechnologischer Sicht sind für das Festlegen eines MHD folgende Punkte zu berücksichtigen:
  • die Rezeptur/Zusammensetzung, Herstellung und die Verpackung des Lebensmittels
  • die bestimmungsgemäßen und die vorhersehbaren Lager- und Transportbedingungen
  • die Exposition gegenüber erhöhter Tempraturen, Licht und Sauerstoff
  • die spezifischen Eigenschaften des Lebensmittels
  • die objektiven, spezifischen Eigenschaften (gesetzlich geregelt, Kundenvorgaben)
  • die subjektiven, spezifischen Eigenschaften (Herstellervorgaben, Prestige, Marke)
  • orientierende Untersuchungen (pHWert, Wasseraktivität, Vitamingehalt, Fettkennzahlen,…)

Liegen Informationen zu den erwähnten Punkten vor, kann man eine erste, konservative Schätzung eines MHD vornehmen. Dazu werden üblicherweise die Zusammensetzung (Empfindlichkeit der Zutaten, Einsatz von Konservierungsstoffen, ...), die Herstellung (thermische Belastung, Hygienebedingungen, …), die Verpackung und objektive, spezifischen Eigenschaften (z.B. mikrobiologischer Verderb) und die Ergebnisse der orientierenden Prüfungen (pH-Wert, Wasserativität) herangezogen.

Obwohl selten angewendet, sollten hier aber auch subjektive, spezifische Eigenschaften berücksichtigt werden, denn diese können über den Wiederkauf eines Produktes entscheiden (z.B. ein grau-braun verfärbter Smoothie ist möglicherweise lebensmittelrechtlich „mängelfrei“, kaufen würde man diesen aber kein zweites Mal). Auf dieser Basis kann ein vorläufiges MHD festgelegt werden, das im Sinne des Herstellers/Vertreibers eher kurz ist, um den Erhalt der spezifischen Eigenschaften am Ende des MHD sicherzustellen.

Nach der Festlegung eines vorläufigen MHDs muss eine experimentelle Untersuchung der Haltbarkeit in Form von Lagerversuchen mit dem Lebensmittel in der Handelsverpackung erfolgen. Die einfachste Untersuchung ist das Lagern bei bestimmungsgemäßer Aufbewahrung und regelmäßige Untersuchung der festgelegten Eigenschaften, die das Lebensmittel behalten muss.

Komplexere Untersuchungen berücksichtigen den Einfluss von Temperatur (Lagern bei mehreren Temperaturen), von Luftfeuchtigkeit (Lagern bei definierter Luftfeuchtigkeit) und von Licht (Lagern mit definierter Lichtexposition) auf die Haltbarkeit. Parallel zu diesen Untersuchungen kann das MHD schrittweise auf Basis der Ergebnisse verlängert werden.

In Ausnahmefällen (z.B. wenn ein Echtzeitlagerversuch aus Zeitgründen nicht möglich ist) kann das MHD mit beschleunigten Lagerversuchen bestimmt werden.

Dazu wird das Lebensmittel bei zumindest 3 Temperaturen gelagert und die Ergebnisse der Untersuchungen (z.B. Gesamtkeimzahl, Vitamingehalt, Gehalt einer mengenmäßig angegebenen Zutat,…) können mithilfe bekannter Berechnungsverfahren , sowohl auf zeitliche Veränderungen als auch auf andere Temperaturen extrapoliert werden.

 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das MHD ein wesentliches Merkmal eines Lebensmittels darstellt.

Die Ermittlung eines nachvollziehbaren MHDs erfordert sowohl lebensmittelrechtliche als auch lebensmitteltechnologische Kenntnisse. Ohne detaillierte Kenntnisse des Lebensmittels (Zusammensetzung, Herstellung, Verpackung, Kennzeichnung) und ohne Untersuchungen mit dem Lebensmittel kann kein seriöses MHD ermittelt werden. Externe Anforderungen an ein MHD (z.B. Einzelhandel) sind keine Grundlage zur freien Wahl eines MHDs sondern ein Auftrag, das Produkt entsprechend zu entwickeln oder zu optimieren. 1 Lebensmittelinformationsverordnung VO (EU) 1169/2011 idjgF. 2 Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz BGBl. I 13/2006 idjgF. 3 Mindesthaltbarkeitsdatum 4 Labuza TP, Schmidl MK. Accelerated shelf-life testing of foods. Food Technology, 1988 39 (9) 57–62, 64. 5 Kilcast D and Subramaniam P (Ed). The stability and shelf-life of food. Woodhead Publishing Limited, England, 2000 (ISBN 1 85573 500 8).


Heidrun Hochreiter ist neue Leiterin des Lebensmittel-Clusters

Zwei Personen reichen einander die Hand und schauen in die Kamera
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und die neue Managerin des Lebensmittel-Clusters, Dipl.-Ing.in Heidrun Hochreiter. Foto: Land OÖ / Sandra Schauer

31.03.2017

Dipl.-Ing.in Heidrun Hochreiter (46) ist neue Leiterin des Lebensmittel-Clusters (LC). Zuletzt unterrichtete sie Chemie an der IFL Maturaschule und beim Vorbereitungslehrgang für das Medizinstudium in Linz. Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl begrüßt das Engagement von Hochreiter als neue Cluster-Managerin: „Das Thema Lebensmittel/Ernährung ist eines von fünf Aktionsfeldern im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm ‚Innovatives OÖ 2020‘. Hier spielt der Lebensmittel-Cluster als größtes Lebensmittel-Netzwerk Österreichs eine zentrale Rolle beim Vernetzen entlang der Innovationskette Bildung - Forschung – Wirtschaft.“

„Wir werden unsere Aktivitäten bei zukunftsrelevanten Themen verstärken, um Oberösterreich als Region für die Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung hochwertiger und nachhaltiger Lebensmittel zu etablieren. Besonderes Augenmerk werden wir auf Lebensmittel für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen (z.B. Intoleranzen, Allergien, Krebstherapie) legen“, kündigt Heidrun Hochreiter an.

Heidrun Hochreiter hat nach ihrem Studium „Lebensmittel- und Biotechnologie“ an der Universität für Bodenkultur in Wien internationale Berufs- und Führungserfahrung im Life Science-Sektor gesammelt. Bereits im Jahr 2000 war sie am Aufbau und der Etablierung des Clusternetzwerkes im oö. Lebensmittelsektor maßgeblich beteiligt und leitete den LC einige Jahre in der Wirtschaftskammer OÖ. Während ihrer Karenzzeit absolvierte die Linzerin eine systemische Beraterausbildung und war anschließend mehrere Jahre als Unternehmensberaterin tätig.


Neues Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit

Roll-up mit FFoQSI Logo. Im Hintergrund sind sitzen die TeilnehmerInnen der Eröffnungsfeier zu sehen.
Foto: FFoQSI GmbH

30.03.2017

Mitte März wurde das erste COMET-Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit (Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety and Innovation – kurz: FFoQSI) im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (NÖ) eröffnet. Ziel von FFoQSI ist es, die heimische Futter- und Lebensmittelproduktion sicherer und nachhaltiger zu machen Innovationen voranzutreiben.

Zu den wissenschaftlichen Partnern zählen die veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna), die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ), das Austrian Institut of Technology (AIT), die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie das Research Center for Non Destructive Testing (RECENDT).

Das Kompetenzzentrum FFoQSI wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies durch BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) und die Länder Niederösterreich, Oberösterreich und Wien gefördert.

Detaillierte Informationen zum Thema finden Sie auf www.ffoqsi.at


Lebensmittel-Cluster OÖ wechselt unter das Dach von Business Upper Austria

Business Upper Austria GmbH
Business Upper Austria GmbH

01.02.2017

Mit 1. Februar 2017 wechselt der Lebensmittel-Cluster OÖ (LCOÖ) organisatorisch wie geografisch von der WKO Oberösterreich unter das Dach der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ins TechCenter in die Linzer Hafenstraße 47—51. Die WKOÖ wird auch weiterhin an der strategischen Weiterentwicklung des LCOÖ mitwirken, allerdings nicht mehr als Trägerorganisation, sondern im Cluster-Beirat durch zwei Vertreter der Lebensmittelwirtschaft.

Strugl und Trauner: So können Synergien noch besser genutzt werden

Mit 1. Februar 2017 wechselt der Lebensmittel-Cluster OÖ (LCOÖ) organisatorisch wie geografisch von der WKO Oberösterreich unter das Dach der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ins TechCenter in die Linzer Hafenstraße 47—51. Die WKOÖ wird auch weiterhin an der strategischen Weiterentwicklung des LCOÖ mitwirken, allerdings nicht mehr als Trägerorganisation, sondern im Cluster-Beirat durch zwei Vertreter der Lebensmittelwirtschaft.

Mit rund 260 Partnern ist der im Jahr 2000 gestartete LCOÖ das größte Lebensmittelnetzwerk Österreichs und hat sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt. Über 100 Cluster-Kooperationsprojekte, 560 Veranstaltungen mit 13.600 Teilnehmern, die Schaffung der Landespreise Culinarix Bier, Speck und Most sowie Aufbau von Genussboxen verdeutlichen diesen erfolgreichen Weg, der in Kooperation mit Wirtschafts- und Agrarressort des Landes OÖ beschritten wurde. Schwerpunkte in der LC-Arbeit sind weiters die Weiterentwicklung der Forschungs- und Technologieinfrastruktur wie auch Vernetzung und Ausbau der Innovationsorientierung der oö. Lebensmittelwirtschaft. Ein diesbezügliches Highlight war 2013 die Installierung des FH-Studiengangs für Lebensmitteltechnologie & Ernährung am Campus Wels. Das zweite Highlight ist die Beteiligung an einem österreichweiten K1-Zentrum der Lebensmittelwirtschaft mit Start 2017 — mit dabei 12 oö. Unternehmen und der LCOÖ. Auf das Thema Lebensmitteltechnologie wird der LCOÖ künftig verstärkt seinen Fokus richten.

„Um diese strategische Ausrichtung noch besser verfolgen bzw. ausweiten zu können, ist das Ausschöpfen von Synergien mit anderen technologischen Bereichen von zentraler Bedeutung. Unter dem Dach von Business Upper Austria, der acht weitere Cluster und Netzwerke angehören, ist dies in idealer Weise gewährleistet. Ziel der Eingliederung ist die verstärkte branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Clustern, z.B. in der Kreislaufwirtschaft mit dem neu geschaffenen Cleantech-Cluster, bei der Digitalisierung mit dem IT-Cluster oder bei innovativen Verpackungstechnologien mit dem Kunststoff-Cluster“, unterstreicht Wirtschaftslandesrat Michael Strugl.

Strugl dankt der WKOÖ für „die gute Führung und gelungene Etablierung des LCOÖ als Drehscheibe und Plattform der oö. Lebensmittelwirtschaft während der letzten 17 Jahre“. WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner sieht mit dem Wechsel zur Business Upper Austria „den LC in einem perfekten technologieorientierten Umfeld eingebunden“. Er bedankt sich beim fünfköpfigen Team für die geleistete Arbeit. Drei LC-Mitarbeiter machen den Wechsel mit, die Position von Cluster-Manager Jürgen Neuhold, der in der WKOÖ eine neue Aufgabe übernimmt, ist bereits ausgeschrieben.