Smarter Lebensmitteleinkauf 4.0

Kooperationsprojekt im Lebensmittel-Cluster macht es möglich

Den täglichen Lebensmitteleinkauf im Supermarkt könnte das neue Konzept ändern © Tim Reckmann / Pixelio
Den täglichen Lebensmitteleinkauf im Supermarkt könnte das neue Konzept ändern © Tim Reckmann / Pixelio
Bequem von zu Hause bestellen und bis zum „Lebensmittelfach“ liefern lassen © Pixabay
Bequem von zu Hause bestellen und bis zum „Lebensmittelfach“ liefern lassen © Pixabay

18.06.2019

Lebensmittel online bestellen und bequem bis in unmittelbare Wohnungsnähe liefern lassen – auch in Abwesenheit der Wohnungsinhaber und natürlich ohne Unterbrechung der Tiefkühlkette: Was jetzt noch wie Zukunftsmusik klingt, soll das Cluster-Kooperationsprojekt „Einkauf Smart 4.0“ im Lebensmittel-Cluster ermöglichen.

In dem zweijährigen Projekt entwickelt der Wohnbauträger WAG gemeinsam mit dem Immobilien-Spezialisten Willy Lehmann und unter wissenschaftlicher Begleitung der Wirtschaftsuniversität Wien ein Smart-Living-Versorgungskonzept für den mehrgeschossigen Wohnbau. In einem Feldversuch soll das Konzept dann an einem Standort getestet werden.

Lösung für „Last Mile“-Problem

Der Online-Einkauf boomt. Für den täglichen Lebensmitteleinkauf besteht allerdings noch ein Distributionsproblem, das sogenannte „Last Mile“-Problem, also der letzte Abschnitt zum Endkunden. In den USA bestehen bereits erste Smart-Living-Konzepte, die bis in die Garage des Hauseigentümers liefern. Für den mehrgeschossigen Wohnbau gibt es derzeit weltweit noch keine integrierten Versorgungssysteme. Damit der Lebensmitteleinkauf gekühlt, tiefgekühlt oder ungekühlt geliefert werden kann, muss eine Abholstation direkt im oder neben dem Wohngebäude untergebracht werden. Dort soll sich die Kundschaft den täglichen Einkauf abholen können. Clusterleiterin Heidrun Hochreiter ist überzeugt: „Dieses Konzept könnte den Lebensmitteleinkauf revolutionieren.“

Bestell-App auch für ältere Generation geeignet

Eine einfach nutzbare Bestell-App mit VoiceOver Unterstützung soll es – speziell auch betagten oder beeinträchtigten Personen – ermöglichen, den täglichen Einkauf zu denselben Bedingungen und Konditionen wie im Supermarkt zu tätigen und ihn dann zur gewünschten Zeit in nächster Nähe der Wohneinheit abzuholen.

Viele Spezialisten notwendig

Im Projekt sollen Übernahme-Terminals sowohl für Bestands- als auch Neubauen entwickelt werden, die den Anforderungen an Luftfeuchtigkeit, Hygiene und Temperatur entsprechen und diese gewährleisten. Logistische, sicherheitstechnische oder gebäudetechnische Aspekte sind dabei ebenfalls zu berücksichtigen. Neben Logistikern, Kühlzellen-Produzenten, Lebensmittelproduzenten und -händlern, Technologiepartnern für Bestellsysteme, Web-Spezialisten, Bauplanern, Haustechnikern und Architekten sind auch potenzielle Nutzer, also die Mieter, im Projekt einzubeziehen.

Auswirkungen für Menschen werden untersucht

Auch die Auswirkungen dieses neuen Konzeptes sollen untersucht werden: Reduziert sich der Individualverkehr durch Einsparung von Einkaufs- oder herkömmliche Zustellfahrten? Können ältere Menschen so länger in der eigenen Wohneinheit bleiben? Dieses Smart-Living-Konzept kann in weiterer Folge auf andere Wohnungsgenossenschaften ausgerollt und in Kooperation mit verschiedenen Handelsmärkten umgesetzt werden.

Projektpartner

  • Willy Lehmann Markenagentur/ Immobilien: Mag. Willy Lehmann, St. Florian (Projektkoordinator)
  • WAG Wohnungsanlagen Gesellschaft m.b.H., Linz
  • Wirtschaftsuniversität Wien, Wien

Über uns

Foto: DI Heidrun Hochreiter

DI Heidrun Hochreiter

Cluster-Managerin Lebensmittel-Cluster

Weitere Ansprechpartner im
Lebensmittel-Cluster

Mobil: +43 664 8481233
Tel.: +43 732 79810-5323

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