MORGENTAU ist erster Demeter-Gemüsebauer bei SPARÖkooffensive

Bio-Vorreiter mit starken Demeter-Wurzeln

Biopionier Christian Stadler von MORGENTAU Biogemüse GmbH steht in einem Feld mit Karotten in der Hand
Biopionier Christian Stadler/MORGENTAU Biogemüse GmbH © MORGENTAU/Pürstinger

22.11.2021

Die Natur anders verstehen, im Einklang mit ihr zu arbeiten, Artenvielfalt und biodynamische Kreislaufwirtschaft, strengste Richtlinien – das alles ist Demeter. Für Christian Stadler eine konsequente Überzeugung, Haltung und Lebenseinstellung, die für ihn als Bauer von Anfang an sein Tun bestimmen. „Im Mittelpunkt stehen immer achtsamer und respektvoller Umgang mit der Natur“, so Christian Stadler/Geschäftsführer MORGENTAU Biogemüse GmbH – Österreichs führender Bio-Gemüseerzeuger,- Verpacker- und Vermarkter.

Seit September Demeter-Gemüse von MORGENTAU bei SPAR

Seit dem 22. November 2021 sind Demeter-Kartoffeln als drittes Produkt neben DemeterKarotten (seit Ende September) und Demeter-Zwiebeln (seit Ende Oktober) aus dem Hause MORGENTAU bei INTERSPAR, EUROSPAR, SPAR GOURMET und in ausgewählten SPAR-Filialen Österreichs erhältlich. Geplant sind etwa 800 Tonnen. Karotten, Zwiebeln, Erdäpfel, was einem Umsatz-Anteil von acht Prozent entspricht. Christian Stadler/MORGENTAU ist übrigens als erster Demeter-Gemüsebauer bei der Ökooffensive und SPAR-Demeter-Partnerschaft dabei. So wie in seinen Bio-Anfängen, als er Ende der 1980er/Anfang 1990er Jahre als erster den Lebensmittelhandel mit Biokarotten belieferte.

Haltung, Überzeugung, Lebenseinstellung – Demeter-Betrieb mit starken Wurzeln

„Wenn ich mir als Bauer die Frage stelle, wie kann ich die Lebenskräfte in meinem Gemüse und Getreide fördern, dann führt mich das zwangsläufig und ohne Wenn und Aber zu Demeter. Wir haben von Anbeginn immer besser als gefordert erzeugt und sind jetzt ganz bewusst wieder ein Demeter-Betrieb mit starken Wurzeln. Wir Demeter-Bauern legen auch bei der Züchtung unserer Sorten ganzheitliche Kriterien an. Unsere Rinder dürfen (müssen) ihre Hörner tragen, unser Mist stammt vom eigenen Hof, unsere Pflanzen sollen auch ‚schön‘ sein. Im Zentrum der Bemühungen am Demeterhof steht die Förderung der Lebensprozesse im Boden, in der Pflanze und im Tier. Wir wissen, dass auch kosmische Rhythmen Einfluss auf die Lebenskräfte unserer Erzeugnisse haben, daher berücksichtigen wir sie in unserem Wirtschaften. Größtmögliche Achtsamkeit beim Pflanzen, Pflegen, Ernten, Lagern und Verarbeiten unserer Kulturen und Erzeugnisse, immer mit dem Ziel der Förderung der Lebenskräfte, mündet in Produkten, die auch die Lebenskraft im Menschen fördern. Lebensmittel, die Körper, Seele und Geist nähren, das wollen wir“, sagt der überzeugte Biopionier Christian Stadler. Bereits Ende der 1990er Jahre bis 2003 hat Christian Stadler seinen Betrieb biodynamisch nach Demeter-Richtlinien geführt. „Nächstes Jahr werden wir übrigens auch wieder Rinder haben“, ergänzt Stadler.

Unterschied zwischen biologischem Anbau und Demeter

Über die gesetzlichen Vorgaben der EU-Bio-Verordnung hinausgehend werden in der DemeterLandwirtschaft und -Verarbeitung ganz eigene Maßstäbe gesetzt. Demeter ist eine Haltung, die Philosophie Rudolf Steiners liegt ihr zugrunde. Die Demeter-Richtlinien erfüllen in vielen Bereichen höhere Standards. Biologisch- dynamische Landwirtschaft setzt die Arbeit der Bauern in einen größeren Zusammenhang. Die Rhythmen der Natur finden eine besondere Berücksichtigung und der landwirtschaftliche Betrieb wird als Individualität verstanden. Es werden Feld- und Kompostpräparate eingesetzt, die ausschließlich auf natürlichen Stoffen beruhen und deren Wirkung dem Laien ähnlich einer homöopathischen Behandlung erklärt werden können. Die Berücksichtigung natürlicher Rhythmen finden auch in der Züchtung der Getreide und Gemüse ihren Niederschlag. Neben einer vielfältigen Fruchtfolge und der hofeigenen Düngerpflege ist auch die Haltung von (meist) Wiederkäuern für den möglichst geschlossenen Kreislauf elementar. All‘ dies dient durchgehend der Förderung der Lebenskräfte während aller Prozesse, und führt zu landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit hohen Lebenskräften. Biologisch- dynamisch wirtschaften bedeutet für den Demeter Bauern auch, seine Arbeit eingebettet in R. Steiners Gedanken zum Rechts-, Wirtschafts- und Sozialleben zu sehen. Demeter-Standards gehen über rechtlich fassbare Richtlinien hinaus, sie sind der „Königsweg“.

1924 hielt Rudolf Steiner seinen „Landwirtschaftlichen Kurs“, seine Überzeugungen verbreiteten sich rasch. 1928 wurde der Verein Demeter gegründet. Heute ist Demeter die älteste Organisation für biologische Landwirtschaft. Durch die weltweit gleichen Standards und umfassenden Richtlinien steht Demeter für höchste Qualität im Landbau und in der Verarbeitung. Heute hat Demeter International 45 Mitgliedsorganisationen in 36 Ländern. In Österreich sind derzeit über 260 Landwirte und über 40 Verarbeiter Teil des Vereins.

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